Triac-Tester TT100 | Komponententester | Forum | ELV Elektronik
Shop-Wechsel

Der Warenkorb wird nicht übernommen.

Zum Firmenkunden / Bildungseinrichtungs Shop

Komponententester

Triac-Tester TT100

Beiträge zu diesem Thema: 12
Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
15.10.2013, 23:44
Hallo,

ich habe mir die Schaltung des Triac-Testers TT100 mal auf einem Breadboard nachgebaut, aber irgendwie komme ich mit der Funktion nicht ganz klar. Die Verdrahtung habe ich mehrmals kontrolliert und bin der Meinung, sie ist ok. Ich habe statt der Diode 1N4001 eine 1N4002 benutzt, aber das sollte doch keinen Unterschied machen? Als Stromversorgung benutze ich einen alten Eisenbahntrafo.

Mein Problem:
Ich verstehe nicht, warum beim Testen eines Thyristors beide LEDs leuchten, wenn ich "versehentlich" den Taster T2 drücke. Ein Thyristor wird doch nicht plötzlich zu einem Triac, wenn er einen höheren Gate-Strom bekommt?! Defekte Bauteile scheiden eigentlich aus, ich habe mehrere verschiedene getestet, der Effekt ist immer gleich.

Außerdem leuchten auch bei einem Triac die beiden LEDs grundsätzlich verschieden hell. D2 ist immer dunkler als D1. Wenn ich die Versorgungsspannung erhöhe, wird der Helligkeitsunterschied kleiner. Ist das normal? Baue ich gar keinen Triac ein, sondern schließe nur A1/A2 kurz, leuchten beide gleich hell. Von Bauteiltoleranzen kann das also nicht kommen.

Ich werde das Gefühl nicht los, daß entweder mit der Schaltung oder mit meinem Aufbau irgendwas nicht stimmt. Aber ich kenne mich zu wenig aus, um herauszufinden, was es ist. Kann mir da jemand weiterhelfen?
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
16.10.2013, 09:33
Nun, wirklich helfen kann ich Dir nicht, denn das von Dir geschilderte Verhalten ist nicht so wie es sein soll.

Die Schaltung selber ist aber korrekt und einfach. Sowas änliches hab ich vor 30 Jahren mal zusammengebastelt. Die nimmt aber Gleichspannung zur Versorgung und ich kann gezielt das Gate ansteuern - je Polarität eine Taste. Ein Thyristor funktioniert dann nur mit einer Taste, die die LED (dauerhaft!) einschaltet. Beim Triac beide.
So ist es auch hier gelöst, geht uach kaum anders - aber das Verhalten ist seltsam.
Daher würde ich mal einen Versuch mit einer Gleichspannung empfehlen, ob da auch nur eine der LEDs sich je nach Polarität bedienen läßt.
Daß die LED-Helligkeit sich mit höherer Spannung ausgleicht ist klar. Sie kriegen mehr Strom und ab einer gewissen Leuchtkraft geht nicht mehr viel mehr wird in Wärme gewandelt), bzw. da Auge erkennt es nicht.
Du kannst die LED-Helligkeit aber testen, indem Du ST3 und ST5 kurzschließt. Da sollten sie gleich hell sein.

Bei der Gleichstromvariante könntest Du auch die LED-Ströme dann messen.

Für den seltsamen Effekt - ich glaubs nur selber nicht recht: Es kann durchaus sein, daß Du mit dem überhöhten Strom für einen Thyristor, den Sperrbezirk übersättigst und daher ein zünden in Gegenrichtung erzeugst.
Fragt sich, ob der Thyristor NACH dem Test noch ein solcher ist. Braucht er zum Zünden noch einen Gatestrom oder zündet er von selber ?
Ein Kluger kann sich leicht dumm stellen - umgekehrt wird es schwierig.
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
17.10.2013, 01:03
Ich denke nicht, daß der Thyristor dabei defekt gegangen ist. Mit dem Multimeter prüft er sich noch ok (Diodentest, Strippen an K/A, Gate mit A kurzschließen --> leitet. K/A umgepolt --> leitet nicht). Mit Taster T1 funktioniert ja auch alles wunderbar, da leuchtet nur D1. Ich bekomme das gleiche Bild (verschieden hell) ja auch bei einem Triac. Da kann ich allerdings nicht vergleichen, weil ich momentan nur den einen habe, dessentwegen ich die Schaltung aufgebaut habe. Und der KÖNNTE defekt sein. Bei diesem Verhalten kann ich dem Tester halt nicht trauen, daß die Anzeige mir einen intakten Triac bestätigt.

Was ich mir mit meiner Frage erhofft habe, ist, daß mir vielleicht jemand den wahrscheinlichsten Fehler sagen kann, den ich da gemacht haben könnte. Ich glaube ja gern, daß mein Aufbau fehlerhaft ist, aber ich sehe einfach nicht wo. Bei den paar Verbindungen kann man ja nicht viel falsch machen. Und daß drei verschiedene Thyristoren, obwohl schon sehr alt, alle auf dieselbe Weise defekt sind, mag ich auch nicht glauben. Könnten es irgendwelche Übergangswiderstände sein? Das wäre bei einem Steckbrett ja noch das wahrscheinlichste.

Das mit der Gleichspannung werde ich mal testen.
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
17.10.2013, 08:23
Ja, wo Du evtl einen Aufbaufhler gemacht hast, ist schwer zu sagen ohne es zu sehen :)
Aber wie Du sagst - bei den wenigen Verbindungen, bleiben kaum Fehlerquellen.
Notfalls empfiehlt sich: alles runter und nochmal von vorne - mit anderen Pinreigen beginnen. Hatte kürtlich auch so einBlackout, wo ich 5 Teile nicht richtig verbunden bekam. Habs aber aus dem "ff" gemcht ohne Plan. Ging nicht, kontrolliert "Muß doch gehen" -- ging nur nicht. Alles abgebaut, die Idee vom Kopf auf Papier gebracht und danach nochmal verdrahtet - und es ging. Ich weiß bis heute nicht wo der Fehler im Kopf war, aber macnmal hilft: zurück an den Start. Hier sinds 5 Minuten. Die würd ich mal probieren.
Wenn ich mal Zeit finde kann ich ja auch versuchen die Schaltung nachzustekcen. Thyristoren und Trics liegen zuhauf rum, um Unterschiede rauszufinden.
Ein Kluger kann sich leicht dumm stellen - umgekehrt wird es schwierig.
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
18.10.2013, 21:27
Ja, vielleicht sollte ich das wirklich machen. Aber ich hab den momentanen Aufbau inzwischen wirklich 7-8 mal Draht für Draht kontrolliert, auch mit dem Platinenlayout verglichen, nix. Könnte höchstens noch ein Fehler im Steckbrett selber sein.

Vielleicht probiere ich es nochmal mit einer optimierten Verdrahtung. Darauf habe ich beim erstenmal auf die Schnelle nicht so geachtet und einige "Umwege" gesteckt.

Zumindest weiß ich jetzt, daß die Schaltung dieses Verhalten nicht zeigen dürfte. Hätte ja auch sein können, daß dieser "Nebeneffekt" normal ist, weil ich ja den "falschen" Taster drücke. So einen Schaltplan mit allen seinen Effekten völlig zu verstehen, das werde ich wohl nicht mehr lernen, auch wenn der hier sehr einfach ist...
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
20.10.2013, 12:26
So, bitte festhalten, ich habe die Schaltung völlig neu und mit einfacherer Verdrahtung gesteckt, ausprobiert und - exakt derselbe Effekt!

Beim Thyristor leuchten bei TA2 beide Dioden, D1 heller, D2 dunkler. Weiß der Geier, wie sich der Strom hier den Weg durch D2 sucht, aber er tut es definitiv. So viel Mist kann ich da gar nicht gebaut haben. Schließlich kenne ich die Schaltung inzwischen fast auswendig ;-)

Ich werde jetzt das naheliegendste tun, nämlich mir eine andere Test-Schaltung suchen :-(
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
23.10.2013, 16:19
Hallo Eggsbädde

LEDs leuchten bereits bei sehr geringen Strömen auf und über einen Thyristor kann auch in Sperrrichtung ein (wenn auch sehr kleiner) Strom fließen. In Verbindung mit der Wechselspannung, mit welcher Ihre Schaltung gespeist wird, kann es somit zu dem von Ihnen beschriebenen Effekt kommen, wenn zudem zusätzlich der Thyristor über den Taster TA2 mit einem erhöhten Gatestrom beaufschlagt wird. Dieser Effekt ist auch sicherlich abhängig von dem zu prüfenden Thyristor.
Mit freundlichen Grüßen euer Team der technischen Kundenbetreuung
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
23.10.2013, 23:29
Gut, das wäre natürlich eine Erklärung. Nur wundert mich dann, daß das "Leuchtbild" bei einem Triac (MAC15N) genau dasselbe ist. Zumindest hier müßten doch beide LEDs gleich hell leuchten. Der Triac KÖNNTE zwar defekt sein, aber so ein Defektbild halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Einen anderen habe ich aber momentan nicht da.

Angenommen ich teste ein unbekanntes Bauteil, von dem ich nicht weiß ob es Triac oder Thyristor ist, dann bekomme ich mit dem Tester keine aussagefähige Anzeige.

Die Thyristoren, mit denen ich getestet habe, sind übrigens zwei C106D1 und ein TIC106D. Nur falls jemand noch den original Bausatz rumliegen hat und es mal gegenprüfn möchte.
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
24.10.2013, 11:25
So - jetzt hab ich das Teil mal am Steckbrett schnell zusammengewürfelt. Und: es funktioniert eigentlich wie es soll.
Ich hatte zuerst auch unterschiedlich helle LEDs. Hab sie gegeneinander getauscht, das Bild wanderte mit, also noch ne 3. Led (immer aus der selbern Serie) getauscht. Beide gleich hell.
Den Fehlereffekt kann ich aber auch nachstellen. Ich hab z.b. einen Thyristor (2N4442), der mit dem Tyristor-Gatestrom nicht zurecht kommt, zuwenig. Wenn ich den dann auf Triac teste, dann tut er. Aber: wenn ich Anode und Kathode vertausche, dann hab ich das "Fehlerbild"!! Das gilt auch für andere Thyristoren (BRX84), die auf Thyristortaste genau das tun was sie sollen. Hier ist auch ein Umpolen Anode/Kathode kein Problem, es leuchtet einfach die andere LED. mit Triacstrom - Fehlerbild

Halber Erklärungsversuch: Der Triacteststrom ist einfach viel zu hoch und übersättigt das Gate, so daß auch in der falschen Halbwelle (Die Gatespannung bleibt ja immer gleich gepolt) es zu einem Reststrom in Gegenrichtung kommt. Nur: warum grad, wenn die Polung des Thyristors anders ist - in einer Wechselspannung - hmmm. Da fehlts ein wenig. Aber, da der Arbeitspunkt völlig verlassen wurde und wir uns im Sättigungsbereich befinden.
Immerhin hat der 2N4442 eine "Peak Reverse Gate Voltage" von 10V angegeben, und die wird von diesem Schaltungskonzept sicher übertroffen.
Ein Kluger kann sich leicht dumm stellen - umgekehrt wird es schwierig.
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
24.10.2013, 23:25
Irgendwie finde ich das lustig, wie so eine einfache Schaltung trotzdem so ein Kopfzerbrechen machen kann :)

Daß die Schaltung tut was sie soll, solange man die richtigen Knöpfe drückt, habe ich ja nie bestritten. Nur verunsichert halt die gleiche Anzeige bei falscher Taste einen Laien.

Würde der Effekt bei dieser Schaltung eigentlich auch auftreten?
>> KLICK <<
Ich vermute mal ja, zumal hier ja gar kein Unterschied bei den Gateströmen gemacht wird (ah, hab's gerade im Text gelesen: "may indicate a component wrong..." er ist sich des Problems also schon bewußt).
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
25.10.2013, 09:06
Ja, das ist es wahrhaftig, aber es deckt auch einen nicht sinnvoll definierten Bereich ab - viel zu hoher Gatestrom!
Das Problem seh ich dann auch in der 2. Schaltung ein wenig, da hier auch ein hoher Gatestrom eingesetzt wird, der aber einen entscheidenden Vorteil hat: Er ist nicht per Elko gesiebt. d.h. mit sinkender Halbwelle, sinkt auch der Gatestrom synchron.
Immerhin, der Hinweis, den Du angesprochen hast, unterstützt die These des "Übersättigten Gates".
(Ich geb zu, die Schule ist lang her, sehr lang und man vergißt im Laufe der Jahrzehnte anscheinend einiges ;) )

Ich hab das eine Steckbrett eh noch nicht wieder abgeräumt, ich werd mal den Elko entfernen und nochmal probieren.
2. Vorteil der Alternativen Schaltung sen ich sehe ist, daß man per SW2 und 3 und dann anhand der aufleuchtenden LED unterscheiden kann, WIE die Anschlußbelegung des Thyistors ist. Also Anode/Kathode identifizieren.

Mein alter Tester aus Schulzeiten gefällt mir immer noch besser, auch wenn er "mühsamer" in der Bedienung ist. Aber er funktioniert mit einer 9V Blockbatterie (oder ähnlichem). Und man kann damit die "Halbwellen" gezielt und dauerhaft umschalten und dann schauen, ob und wie das Teil zündet. Leider hab ich den Schaltplan nicht mehr, war aber aus irgendeinem Heft, denn das Teil hat eine schöne Printplatte. ICh könnte zwar die Schaltung daraus extrahieren, sind ja auch nur ähnlich viele Bautile, aber --- etwas zu mühsam für nix.

Aber ich geb Dir recht, für Laien kann das ein Problem werden - andererseits: sollen Laien wirklich Thyristoren und Triacs verlöten?

Naja, wie sag ich immer wieder gerne: Wenn die Leute nur jene Geräte in Betrieb nehmen würden, die sie auch verstehen, dann dürften 90% das Licht nicht mehr einschalten :p
Ein Kluger kann sich leicht dumm stellen - umgekehrt wird es schwierig.
Aw: Triac-Tester TT100
Antwort als hilfreich markieren
0Positive Markierungen
Antwort als nicht hilfreich markieren
0Negative Markierungen
Melden Sie diesen Beitrag
25.10.2013, 16:23
so: neuer Test - Elko entfernt, und siehe da, das Fehlerbild bei falsch gepoltem Thyristor (BRX 64 im TO126 Gehäuse, Vergleichstyp für TIC196) mit Triactaster ist weg !
Er macht genau was er soll - eine Verbesserung!
Dabei ist mir aufgefallen, daß TIC106 wie auch BRX64 zur Sorte "sensitive Gate" gehören, der Triac Teststrom also eine gewaltige Elektronen-Überflutung darstellt und das Ding nicht mehr innerhalb kontrollierter Parameter arbeitet.

Aber: der 2N4442, der ist ohne Elko nicht zum Schalten zu bewegen, dem ist die Halbwelle, bzw. der Energiegehalt jener Spitze, die zum Zünden gebraucht wird zuwenig. Der ist sehr "insensitive Gate"

Ohne Elko ist die Schaltung zwar besser, aber nur für kleinere und/oder sensitive Thyristoren. Eigntlich sollte die Schaltung verbessert werden, indem noch ein Taster/Schalter für den Elko eingebaut wird, aber das Ding dann noch zu bedienen - für einen Laien unmöglich !
:o
Ein Kluger kann sich leicht dumm stellen - umgekehrt wird es schwierig.