Shop-Wechsel

Der Warenkorb wird nicht übernommen.

Zum Firmenkunden / Bildungseinrichtungs Shop

Eben Upton: Bullseye Bonus

Raspberry Pi 4 mit 1,8 GHz Takt

Am 8. November hat die Raspberry Foundation ihr erstes Raspberry Pi OS-Image veröffentlicht, das auf Debian Bullseye basiert. Neben den üblichen Paket-Upgrades, die jede größere Debian-Version begleiten, bietet dies eine modernere  Desktop-Umgebung auf Raspberry Pi 4-Boards mit 2 GB oder mehr Speicher und stellt die alte Anzeige- und Kameraunterstützung zugunsten von KMS bzw. libcamera ein.

Benutzer von neueren Raspberry Pi 4 werden feststellen, dass ihr Standard-Turbo-Mode-Takt von 1,5 GHz auf die 1,8 GHz angestiegen ist, die auf dem Raspberry Pi 400 verwendet werden. „Neue“ bedeutet in diesem Fall ein beliebiger 8-GB-Raspberry Pi 4 oder ein 2 GB- oder 4 GB-Board mit den zusätzlichen Komponenten, die im Bild unten eingekreist sind. Dies ist das dedizierte Schaltnetzteil („Switcher“) für die SoC-Core-Spannungsschiene und wurde eingeführt, um 8 GB zu unterstützen.

Was ist mit älteren Geräten? Sogar die Launch-Variante des Raspberry Pi 4 hat sich einen Ruf für Übertaktung erworben, und die meisten Einheiten werden die meisten Workloads mit deutlich über 1,5 GHz mit etwas zusätzlicher Kernspannung ausführen. Die neueste Firmware (im Bullseye-Build enthalten) ermittelt selbständig, ob die Leistung der Stromversorgung ein Übertakten erlaubt. Um den neuen Betriebspunkt manuell auf ein älteres Board zu replizieren, fügt man einfach die folgende Zeile in die config.txt-Datei ein:

arm_freq=1800

Wenn Stabilitätsprobleme auftreten, kann man versuchen, die Frequenz in 50-MHz-Schritten zu verringern oder manuell eine Überspannung einzustellen. Aber denken Sie daran: Wenn Sie mit Takt und Spannungen experimentieren, kann die SD-Karte (vorübergehend) nicht mehr bootfähig sein. Stellen Sie also sicher, dass Sie eine andere Karte (oder einen anderen Computer) zur Hand haben, mit der Sie Ihre config.txt wieder problemlos starten können.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bild: Raspberry Pi Foundation